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Osterzeit
Herzlich willkommen auf praedica.de
Auf meiner Website finden Sie Texte zu den Evangelien und Lesungen der Sonntage, sowie zu den Festen und Gedenktagen der Heiligen.
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Die Auferstehung Jesu

Nach dem Sabbat kamen in der Morgendämmerung des ersten Tages der Woche Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. (Mt 28,1)

Maria aus Magdala und die andere Maria waren bei der Beisetzung Jesu dabei und haben beobachtet, wie Josef von Arimathäa das Grab mit einem Stein verschlossen hat. Dann kamen die von den Hohenpriestern bei Pilatus angeforderten Wachen. Als Maria von Magdala und die andere Maria am dritten Tag wieder zum Grab kommen, ist der Stein immer noch dort. Das Grab ist also äußerlich unversehrt. Es ist gänzlich ausgeschlossen, dass in der Zwischenzeit irgendjemand heimlich den Leichnam Jesu hätte stehlen können. Wahrscheinlich kursierten bereits damals Gerüchte, dass die Sache mit der Auferstehung ein gut ausgedachter Betrug der Jesusanhänger gewesen sein könnte. Doch es gibt Beweise, Augenzeugen. Die Auferstehung Jesu ist somit eine historisch belegbare Tatsache.

Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz und sein Gewand war weiß wie Schnee. (Mt 28,2-3)

Der Stein lag also noch vor dem Grab, als die beiden Frauen gekommen sind. Doch dann geschah etwas Außergewöhnliches. Ein gewaltiges Erdbeben entstand und ein Engel mit einem himmlisch-weißen Gewand erschien und plötzlich war das Grab offen, der Stein weggewälzt. Ein Erdbeben gab es bereits bei Jesu Tod. Mit seinem Tod und seiner Auferstehung bringt Jesus die Unterwelt ins Wanken. Nach altem jüdischem und antikem Glauben war die Unterwelt der Ort der Toten, das Totenreich, aus dem es kein Entrinnen gab.
Auch Jesus geht den Weg aller Verstorbenen, den Weg, vor dem sich bis heute viele fürchten, weil er für uns Menschen ganz im Dunkeln liegt und noch keiner von ihm zurückgekehrt ist. Doch Jesu Eintritt erschüttert die Festung des Todes. Er reißt die Tore des Hades heraus, er öffnet einen Weg, auf dem die Gefangenen diesen schaurigen Ort verlassen können.
Von jetzt an ist der Weg der Verstorbenen keine Sackgasse mehr, die Unterwelt kann die Toten nicht länger gefangen halten. Es wird ein Durchgang frei in die lichte Weite der Auferstehung. Jesus ist als erster diesen Weg gegangen. Er nimmt alle mit, die hier so lange ausharren mussten. Ab sofort ist der Tod der Durchgang zu neuem Leben.

Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden. (Mt 28,4)

Die Wächter sind überwältigt von dem, was hier geschieht und zugleich werden sie ausgeschaltet. Wie tot liegen sie neben dem Grab und bekommen nicht mit, was nun geschieht. Es ist ein Geheimnis, das sich nur dem offenbart, der glaubt.

Osterzeit
Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag. Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es euch gesagt. Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. (Mt 28,5-8)

Was der Engel sagt, ist unfassbar. Jesus ist nicht mehr da. Obwohl das Grab verschlossen und bewacht war, hat Jesus es verlassen. Er ist auferstanden. Noch wissen die Frauen nicht so recht, was das bedeutet. Die Frauen empfinden Furcht und Freude zugleich, ein heiliger Schauder hat sie ergriffen angesichts der Macht Gottes, die hier am Wirken ist. Doch der Engel nimmt ihnen die Furcht und sendet sie zu den Aposteln.

Fürchtet euch nicht!
Als man Jesus gekreuzigt hatte,
saßen seine Jünger
hinter verschlossenen Türen.
Fürchtet euch nicht!

Als die Frauen im leeren Grab die
Engel sahen, erschraken sie.
Fürchtet euch nicht!

Als ihnen der Auferstandene begegnete,
konnten sie es nicht fassen.
Fürchtet euch nicht!

Jesus lebt!
Fürchtet euch nicht!

Wenn wir sehen,
dass heute viele nicht mehr
an Jesus glauben:
Fürchtet euch nicht!

Wenn heute viele
nicht mehr das Fest
der Auferstehung feiern:
Fürchtet euch nicht!

Auch heute ist
Jesus da, er lebt!
Fürchtet euch nicht!

Seid Zeugen der Frohen Botschaft.
Fürchtet euch nicht!
Obgleich du ins Grab hinabgestiegen bist, Unsterblicher, hast du doch der Unterwelt Kraft gebrochen und bist auferstanden als Sieger Christus, unser Gott, der du zu den Myronträgerinnen gesagt hast "Freuet euch!" und deinen Aposteln Frieden gegeben hast, schenke den Gefallenen Auferstehung. (Gebet der Ostkirche)

Über diese Freude spricht Johannes Chrysostomus in einer Osterpredigt:

Geht alle ein in die Freude unseres Herrn. Arme und Reiche - freut euch miteinander. Enthaltsame und Nachlässige - ehrt diesen Tag. Die ihr gefastet und nicht gefastet habt - freut euch. Der Tisch ist reichlich gedeckt, genießt alle davon.
Erquickt euch alle am Gastmahl des Glaubens. Empfangt alle vom Reichtum der Barmherzigkeit. Es klage niemand über seine Armut, denn das Reich ist für alle erschienen. Es beweine niemand seine Sünden, denn die Vergebung strahlt hervor aus dem Grabe. Es fürchte keiner den Tod, denn befreit hat uns der Tod des Erlösers.
Vernichtet hat den Tod, er, der von ihm umfangen. Abgenommen hat der Hölle die Beute, er, der zur Hölle hinabfuhr. Die Bitterkeit hat er sie spüren lassen, da sie von seinem Fleische genossen. ...
Erstanden ist Christ, und der Tod ist gestürzt. Erstanden ist Christus und gefallen sind die Dämonen. Erstanden ist Christus und es freuen sich die Engel. Erstanden ist Christus und das Leben ist befreit. Erstanden ist Christus und von den Toten ist keiner mehr im Grab.
Denn Christ ist erstanden von den Toten und als Erstling der, die Entschlafenen. Ihm sei Ehre und Macht in Ewigkeit. Amen.
Ostern

Mit Christus auferweckt

Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt. Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische! (Kol 3,1-2)

Auferstehung - Leben! Das Leben Jesu geht weiter. Nach seinem Tod und seiner Auferstehung ist Jesus zurückgekehrt zu seinem Vater, mit dem er in Ewigkeit eins ist als der dreifaltige Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Doch Jesu Leben geht auch weiter hier auf Erden. Jesus lebt in jedem Menschen, der an ihm glaubt. Somit hat die Osterbotschaft auch einen sehr konkreten Inhalt für uns alle.
Wir sind mit Christus auferweckt. Jesus ist nun nicht mehr auf Erden, aber wir sind berufen, sein Werk fortzuführen. Mit Jesus hat das Reich Gottes auf Erden begonnen. Wir sind Bürger dieses Reiches. Wir sollen unserer Berufung gemäß leben. Was das bedeutet, wird im Kolosserbrief in den nun folgenden Versen aber auch an vielen anderen Stellen des Neuen Testaments ausführlich beschrieben. Zugleich aber ist es eine immer neue Herausforderung, in jeder Zeit genau das zu tun, was Jesus uns gelehrt hat.
Was das bedeutet, bringt ein altes Gebet zum Ausdruck:

Christus hat keine Hände, nur unsere Hände, um seine Arbeit heute zu tun.
Er hat keine Füße, nur unsere Füße, um Menschen auf seinen Weg zu führen.
Christus hat keine Lippen, nur unser Lippen, um Menschen von ihm zu erzählen.
Er hat keine Hilfe, nur unser Hilfe, um Menschen an seine Seite zu bringen.
Wir sind mit Christus auferweckt, neues Leben ist uns allen geschenkt.
Auferstehung - das Leben Jesu geht weiter, im Leben jedes einzelnen Menschen.
Jesus Christus, Hoffnung der Welt, jeder Mensch der in Christus lebt, ein Hoffnungsträger.
Was Jesus einst getan hat, kann auch heute geschehen.
Wir sind mit Christus auferweckt, leben wir, wie er es getan hat.
Auferstehung - Sieg des Lebens, das Reich Gottes ist mitten unter uns.