Kirchenjahr Kalender Heilige Osterzeit
Herzlich willkommen auf praedica.de!
Auf meiner Homepage praedica.de biete ich Ihnen Betrachtungen zu Texten aus der Heiligen Schrift und zu den christlichen Heiligen. Diese Texte sind gegliedert nach dem Kirchenjahr der katholischen Kirche. Sie finden zu jedem Sonntag im Kirchenjahr einen Text. Bitte benutzen Sie die Übersichtsseite zum Kirchenjahr , um zu dem gesuchten Sonn- oder Festtag zu gelangen. Dort finden Sie dann Texte und Bilder zu den Schriftlesungen des jeweiligen Sonntags. Die Heiligen sind den Gedenktagen im Jahr zugeordnet. Die aktuellen Namenstage, Feste und Sonntage finden Sie auch über den Kalender .
20.05. 7. Sonntag der Osterzeit
Bleiben und bewahren
Wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm. (1Joh 4,16)
Bleiben – Menschen brauchen eine Bleibe, ein Dach über dem Kopf, aber mehr als das, einen Ort, der ihnen Geborgenheit schenkt, Menschen, die Geborgenheit schenken.
Sieh zu, wo du bleibst! Wer einen Menschen so von sich wegstößt, der will nichts mit ihm zu tun haben.
Einen Ort zu haben, wo ich hinkommen kann, wo ich bleiben kann, gerade auch dann, wenn es mir nicht so gut geht und ich Trost und Hilfe brauche, jeder Mensch ist froh, wenn er einen solchen Ort hat.
Was bleibt? Wir sehen, wie alles um uns sich verändert, oft in rasantem Tempo. Gewohnte Strukturen, vertraute Gesichter, die einem heute das Gefühl von Heimat vermitteln, sind vielleicht morgen nicht mehr da. Es wird vieles modernisiert, entpersonalisiert, kommerzialisiert. Und wo bleibt der Mensch?
Bleibt in meiner Liebe. – Gott will uns einen Ort bieten, eine Heimat, die uns immer verfügbar nahe ist, egal wie das drum herum sich ändert. Gott geht nicht weg von einem Tag auf den anderen. Er lässt sich auch nicht wegrationalisieren oder umstrukturieren. Gott bleibt.
Ich bin der ich bin – Gott bleibt immer Gott. Auch wenn alles Vertraute aus meiner Umgebung geschwunden ist – Gott bleibt. Und überall da, wo Menschen in Gott bleiben, kann der Raum wachsen, in dem Menschen wieder neu Heimat und Geborgenheit finden.
Gott, lass mich in deiner Liebe bleiben, lass mich bei Dir Geborgenheit erfahren – und lass mich eine Bleibe sein für andere.
Nichts soll dich ängstigen,
nichts dich erschrecken,
alles vergeht.
Gott allein bleibt derselbe.
Wer Gott besitzt,
dem kann nichts fehlen.
Gott allein genügt.
(Teresa von Avila)
Gebet um den Heiligen Geist
Die Zeit zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten ist besonders geprägt vom Gebet um das Kommen des Heiligen Geistes. Auf praedica.de finden Sie dazu folgende Texte:
Betrachtung zum Pfingsthmynus:
Veni Creator - Komm, Schöpfer Geist!
Betrachtung zur Pfingstsequenz:
Veni Sancte Spiritus - Komm herab, o Heil'ger Geist
Pfingstnovene zum Heiligen Geist
Maria, Braut des Heiligen Geistes .
27. Mai: Pfingsten
Fast alle Gebete um den Heiligen Geist beginnen mit der Anrufung „Komm!“ Was das Kommen des Geistes bewirkt, werden uns die folgenden Strophen zeigen. Wenn wir aber um sein Kommen rufen, so zeigt dies, dass der Heilige Geist die Fähigkeit hat, zu uns zu kommen. Sonst wäre diese Anrufung ja sinnlos.
Das Wort für Geist stammt in vielen Sprachen aus dem Wortfeld Wind, Atem. Deutlich wird das im hebräischen Wort ruach, aber auch das griechische Wort pneuma und das lateinsche spiritus stammen aus diesem Wortfeld. Im deutschen Wort Geist und im englischen ghost steckt die Wurzel „gast“, das ebenso Atem bedeutet.
Der Name ist Programm. Der Geist ist derjenige, der „weht wo er will“. Der Wind kennt keine Grenzen. Er ist als leises Säuseln spürbar, wenn er stärker ist, dringt er durch die feinsten Ritzen und als Sturm kann er alle Hindernisse beseitigen. Wenn wir heute das Phänomen der Winde auch naturwissenschaftlich erklären können, so bleibt dem normalen Menschen doch die Quelle der Kraft des Windes verborgen.
Der Wind hat eine Kraft, der wir uns nicht entziehen können und deren Quelle wir nicht erkennen können. Wen wundert es dann, dass die dritte göttliche Person den Namen Geist trägt? Die Quelle seiner Kraft, die Gottheit, bleibt uns ebenso verborgen wir die Kraftquelle des Windes. Sein Wirken aber können wir spüren. Wir merken, wenn der Heilige Geist da ist, wenn seine Kraft die Menschen verwandelt. Wir können es in uns spüren, wie er uns antreibt zum Beten, zur Liebe zu Gott, zum Tun, zum liebevollen Handeln an den Menschen. Wir merken es, wenn plötzlich etwas mit uns geschieht, das wir uns selbst nicht zugetraut hätten. Wir merken es, wenn Gemeinschaft entsteht, eine Atmosphäre, die wir selbst nicht machen können.
Es gibt viele Beispiele für das Wirken des Heiligen Geist in der Heiligen Schrift. Jesus hat nach seiner Auferstehung seine Jünger angehaucht und gesagt: Empfangt den Heiligen Geist! Am Pfingsttag kommt der Heilige Geist in Sturm und Feuerzungen. In Ezechiel 37 ruft Gott in einer Vision den Propheten dazu auf, den Geist auf die verdorrten Gebeine herabzurufen: „Geist, komm herbei von den vier Winden! Hauch diese Gebeine an, damit die lebendig werden!“ – Der Geist Gottes macht lebendig. Er schenkt Leben, schafft neues Leben.
Maria, Braut des Heiligen Geistes
Von der Begegnung mit dem Heiligen Geist kann uns Maria in ganz besonderer Weise berichten. „Der Heilige Geist wird über dich kommen,“ (Lk 1,35) so verheißt es ihr der Engel Gabriel. An diesem Tag erlebte Maria ihr ganz persönliches Pfingsten. Maria ist die erste, die das Wirken des Heiligen Geistes in seiner ganzen Fülle an sich erfährt. Nach Christi Himmelfahrt sehen wir Maria mit den Jüngern Jesu im Gebet um den Heiligen Geist versammelt. Maria war ihr Leben lang dem Heiligen Geist verbunden. Nun bereitet sie die Jünger auf die Begegnung mit dem Heiligen Geist vor, die an Pfingsten geschieht.
Wir erfahren in dieser Begegnung Marias mit dem Heiligen Geist auch etwas über uns. Auch wir brauchen den Heiligen Geist, müssen Ja sagen zu ihm, wie Maria es getan hat. Nur so können wir Gottes Willen – und Gott hat mit jeder und jedem von uns einen Plan – erkennen und erfüllen. Der Heilige Geist will jeden Menschen erfüllen und ihn in seiner Einzigartigkeit rufen in die persönliche Begegnung mit Gott.
„Es ist die eigentliche Funktion des Heiligen Geistes, menschliche Wesen als Personen zu erfüllen. Der Heilige Geist ist für jeden Menschen das höchste Geschenk der Einzigkeit, dieser Einzigkeit, die den ewigen und absoluten Wert jeder Person begründet. Gott ist für jeden Menschen eine einzigartige und persönliche Enthüllung, als sähe jede Person in Gott in einer ausschließlichen Beziehung, in einer einzigartigen Liebe und in persönlichster Gemeinschaft ein einzigartiges, ihr zugewandtes Antlitz.“ (Alexander Schmemann)
Maria zeigt uns, wie diese persönliche Begegnung mit Gott im Heiligen Geist gelingen kann. Wenn wir ihrem Beispiel folgen und unser Ja zu Gott im entscheidenden Moment sagen und unser ganzes Leben lang wiederholen, dann wird auch unser Leben zu seiner höchsten Erfüllung gelangen, einer Erfüllung, von der wir vielleicht jetzt noch gar kleine Vorstellung haben.
Lesen Sie hier mehr zum Pfingstfest .
Weitere Texte: Pfingsthymnus , Pfingstsequenz , Pfingstnovene ,
Maria, Braut des Heiligen Geistes .
Die Texte zu den Heiligen der nächsten Tage finden Sie im Kalender.
Hier finden Sie eine Übersicht aller Texte zur Osterzeit.
Einen Impuls für jeden Tag und weitere interessante Texte finden Sie außerdem unter:
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