Monika ist die Mutter des Heiligen Augustinus. Bis zu ihrem Tod war sie ihrem Sohn nahe und ist ihm eine wichtige Gefährtin geworden. Augustinus hat es wohl nicht immer leicht gehabt mit ihr. Manchmal war ihm ihre Anhänglichkeit sicher zuviel. Einmal ist er sogar heimlich abgereist, um ihr zu entkommen. Besonders schmerzlich war es für ihn, dass er sich auf ihr Drängen hin von seiner Geliebten trennen musste.
Es gibt viel Schweres im Leben, manches ist zunächst unverständlich und wir verstehen es erst, wenn wir später darauf zurückblicken können. Mancher Weg, der uns zunächst als der Richtige erscheint, ist doch ein Irrweg. Da ist es gut, wenn es Menschen gibt, die uns den Weg weisen. Auch Gott spricht zu uns durch solche Menschen.
Seine Mutter Monika war für Augustinus ein solcher Mensch. Ohne die Worte und mehr noch die Gebete und Tränen seiner Mutter wäre er wohl nicht der geworden, als den wir ihn heute kennen. Am Schluss seiner Lebensgeschichte im 9. Buch der Bekenntnisse, die mit dem Tod der Mutter endet, hinterlässt er dafür seiner Mutter ein würdiges Gedenken:

"So ruhe sie denn in Frieden ... Und gib es, mein Herr, mein Gott, dass ihrer alle, die dieses lesen, an Deinem Altar gedenken deiner Dienerin zusammen mit Patricius, ihrem Gatten, aus deren beider Fleisch du mich hereingeführt hast in dieses Leben. ... Sie waren meine Eltern in diesem flüchtigen Lichte hier, sind von dir, meinem Vater her, meine Brüder in der Mutter Kirche, und sind meine Mitbürger im ewigen Jerusalem, nach dem die Pilgerschaft deines Volkes sich sehnt vom Auszug bis zur Heimkehr."