Lukas gilt als Verfasser des nach ihm benannten Lukasevangeliums und der Apostelgeschichte. Der Überlieferung nach stammt er aus Antiochien. Er wird an drei Stellen in den Paulusbriefen genannt (Kol 4,14; 2Tim 4,11 und Phlm 24). Im Kolosserbrief erfahren wir, dass er von Beruf Arzt war. Nach seiner Bekehrung, von der uns nichts überliefert ist, schloss Lukas sich Paulus an und begleitete ihn auf dessen zweiter und dritter Missionsreise und seiner Reise als Gefangener nach Rom.
Die Besonderheit des Lukasevangeliums ist unter anderem die Schilderung von Szenen aus der Kindheit Jesu. In diesen kommt Maria, der Mutter Jesu, eine besondere Bedeutung zu. Es gibt daher eine Tradition, in der Lukas in besonderer Weise als Maler der Gottesmutter bezeichnet wird. Viele Bilder künden von dieser Tradition und zeigen Lukas, wie er das Bildnis Mariens malt.
Wie Lukas in der Einleitung zu seinem Evangelium schreibt, ist er allem, was er über Jesus in Erfahrung bringen konnte, sorgfältig nachgegangen. Diese Sorgfalt scheint ein besonderer Charakterzug des Heiligen gewesen zu sein. Wir wissen sie noch heute zu schätzen, wenn wir sein Bild betrachten, das er uns in seinem Evangelium von Jesus und Maria, aber auch vom