Zeige mir, was du willst, mein Gott, und gib, dass ich es auch tue!
1858 geboren erfährt Charles de Foucauld 1886 nach Jahren ausschweifenden Lebens seine Bekehrung: "Sobald ich glaubte, daß es einen Gott gibt, begriff ich, daß ich nur noch für ihn leben könne." Er sucht nach der genauesten Nachahmung Jesu und möchte das Leben des armen Jesus führen, zunächst in einem Trappistenkloster, dann in einer Einsiedelei in Nazareth. Schließlich wird er Priester und möchte dorthin gehen, wo die Seelen in der größten Bedrängnis sind. Er läßt sich in einer Einsiedelei in der Sahara nieder und ist da für alle Menschen, die zu ihm kommen. Am 1. Dezember 1916 wird er dort ermordet.
Mein Vater, ich überlasse mich dir; mach mit mir, was dir gefällt. Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir. Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an. Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt und an allen deinen Geschöpfen, so ersehne ich weiter nichts, mein Gott. In deine Hände lege ich meine Seele. Ich gebe sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe und weil diese Liebe mich treibt, mich dir hinzugeben, mich in deine Hände zu legen, ohne Maß, mit einem grenzenlosen Vertrauen. Denn du bist mein Vater.