Hl. Luzia Wir sehen auf dem Bild ein Kind mit einem Kranz von Kerzen auf dem Kopf, das hat etwas mit der Heiligen Luzia zu tun. Die hl. Luzia gehörte um das Jahr 300 zu den treuen Anhängern Jesu und lebte in Syrakus. Damals wurden die Christen verfolgt. Deshalb kamen sie in den dunklen Gängen, die unterhalb der Stadt lagen, zusammen und beteten zu Gott. Die hl. Luzia brachte dort ihren Freunden heimlich Lebensmittel. Sie setzte sich dabei einen Lichterkranz auf ihren Kopf, damit sie in der Dunkelheit den Weg fand und die Hände frei hatte, um das Essen tragen und verteilen zu können.
Ihre Mutter wollte Luzia verheiraten und hatte schon einen Bräutigam für sie ausgewählt, doch Luzia wollte ganz für Jesus leben und Jungfrau sein. Sie überredete ihre Mutter, von den Heiratsplänen abzulassen und um Jesu Willen das ganze Vermögen an die Armen zu verteilen. Der zukünftige Bräutigam merkte, dass etwas nicht stimmte, doch zunächst konnte die Mutter ihn sogar mit einer List dazu überreden, beim Verschenken des Vermögens mitzuhelfen. "Luzia hat ein nützlicheres Gut gefunden und dafür gibt sie alles her, was sie hat."
Doch bald merkte der zukünftige Bräutigam, dass er um die erhoffte reiche Mitgift betrogen wurde. Aus Wut zeigte er Luzia bei den Behören als Christin an. Sie wurde vor den Statthalter geführt und legte vor ihm Zeugnis für den Glauben ab: "Ich habe mein Gut an einen sicheren Ort gelegt", antwortete sie, als sie gefragt wurde, was mit dem Erbe der Familie geschehen war.
Sie sagte, dass sie ihre Reinheit bewahren wolle, um so ein Tempel des Heiligen Geistes zu sein. Doch der Statthalter verspottete sie und wollte sie in ein Haus bringen lassen, wo ihr die Unschuld geraubt werden sollte. Doch tausend Männer und mehrere Ochsengespanne vermochten es auf einmal nicht, Luzia von der Richtstätte wegzubewegen. Sie legte vor der immer größer werdenden Menschenmenge Zeugnis ab für Jesus. Da stieß man ihr ein Schwert durch die Kehle, doch sie sprach weiter. Erst als ein Priester kam und ihr die Heilige Kommunion spendete entschlief sie in Frieden und ging heim zu ihrem geliebten Bräutigam Jesus Christus.
Luzia heißt übersetzt "die Leuchtende". In den langen Nächten des Winters sehnen wir uns besonders nach dem Licht. Luzia will uns den Sieg des Lichtes über die Finsternis verkünden. Gott will, dass es bei uns hell wird. Wir selber sollen, wie die hl. Luzia es getan hat, das Licht Gottes bei uns leuchten lassen und es weiter tragen zu den Menschen. Gott hat es nicht aufgegeben, es hell bei uns werden zu lassen.
Gott will, dass wir Menschen einander vertrauen, dass wahrer Friede herrscht, Freude und Gerechtigkeit. Mit Gott dürfen wir Hoffnung haben, dass dies möglich ist. Wir wollen dieses Licht der Hoffnung in unsere Herzen einlassen und es nach Hause tragen in unsere Familien, Schulklassen und an unseren Arbeitsplatz, damit sich an diesem Licht Neues entzünden kann und unsere Welt heller wird.