"Ein Geschrei war in Rama zu hören, lautes Weinen und Klagen: Rahel weinte um ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn sie waren dahin." (Mt 2,18)
Nach dem Fest des heiligen Stephanus, der als erster für Christus das Martyrium erlitten hat, nun so kurz nach Weihnachten noch ein grausames Gedenken: das Fest der Unschuldigen Kinder.
Die Sterndeuter sind auf ihrem Weg zu Jesus bei König Herodes vorstellig geworden. So hat dieser von der Geburt eines neuen Königs der Juden erfahren. Dieser galt Herodes als potentieller politischer Feind und war daher auszuschalten. Doch die Sterndeuter hatten ihn getäuscht und sind nicht nochmals zu ihm gekommen, um ihn zu dem Kind zu führen. Daraufhin ließ Herodes in Bethlehem, dem Geburtsort Jesu, alle Kleinkinder töten. Jesus aber war längst schon mit Maria und Joseph in Ägypten in Sicherheit.
Wie viele Kinder es waren, die wegen der Grausamkeit eines Königs unschuldig sterben mussten, wissen wir nicht. Ihrer gedenkt heute die Kirche. Zugleich soll uns dieser Tag aber auch an die unzähligen Kinder in unserer Welt heute erinnern, die missbraucht und um ihre Kindheit betrogen werden. All die Kinder, die nicht die liebevolle Nähe und Zärtlichkeit ihrer Eltern erfahren dürfen.
Vertrauen wir all dieses Leid heute ganz besonders Gott an. Herr, halte all diese Kinder fest in Deiner Hand und lass auch uns erkennen, wo wir helfen und ihr Leben mit Liebe und Zuwendung erhellen können.